Das neue Zuhause


 

 

Da bin ich nun mit Dusty in einer fremden Umgebung angekommen.

Wir dürfen uns im gesamten Wohnbereich frei bewegen, was wir erst gar nicht verstehen.

 

Nur aus der Küche werden wir "verbannt", wenn das Personal dort etwas auf dem Herd stehen hat.
Nicht das wir im Weg wären, aber sie sagt das Risiko, dass etwas Heißes oder Fettspritzer einen von uns treffen sei zu groß.

 

Was auch immer das heißen mag ...

Zuerst räumt und werkelt sie wie eine Wilde.

 

Wie bei kleinen Kindern räumt sie alles was bis zu 60 cm Höhe irgendwie "rumsteht/-liegt" weg, damit wir "Dauerwedler" nicht immer die unteren Regale vom Schrank aus- bzw. den Couchtisch abräumen.

Dann muss der Futterplatz der Katzen verlegt werden, sonst würden die nie mehr was fressen können, da wir beiden "Staubsauger" alles "inhalieren" was uns vor die Nase kommt.

Die Katzen sind übrigens "cool".

Nach dem ersten Schock über unser Erscheinen lassen die sich nicht aus der Ruhe bringen.
Da liegt Katinka z. B. quer im Flur und ich will vorbei. Ihr müsst nicht meinen, dass die aufsteht. 
Ich muss drüber steigen !
Anfangs hat Salomon immer zuerst kontrolliert was in unseren Näpfen war. 
Das kennen wir nicht und so schauen wir erstmal nur und wagen nicht unsere Nase in den Napf zu stecken.

Und die Katzen dürfen auf Couch, Sessel und Bett.
DAS durften wir vorher nie und brauchen ganz lange, bis wir zögerlich der Aufforderung nachkommen und uns dazu legen.

Nachdem alles erledigt ist und der erste Arbeitstag ansteht, sitzt sie da und überlegt wie es weiter geht.
Damals muss sie noch nachts arbeiten. 
Also erst mal halb so schlimm.
Sie geht mit uns eine große Runde, wir bekommen unseren Napf und dann schlafen wir sowieso.
Was aber mit dem Tag machen ...
Also morgens laufen wir wieder eine große Runde und schlafen dann alle zusammen ein paar Stunden.
Mittags wird der Wecker gestellt für eine "Pieselrunde", danach wieder etwas Schlaf ...
So geht das über 1 Jahr. 
An den freien Tagen unternehmen wir ganz viel.

Trotzdem sitzt unser Personal an manchen Tagen traurig da und überlegt, ob die Entscheidung wirklich richtig war, dass wir bleiben dürfen.
Nun ja, wir wollen doch aber nicht mehr weg !!!

Im Sommer 2001 hat wer ein Einsehen und schickt unserem Personal Jemanden über den Weg der uns einen Lösungsansatz bringt.
Aus dem Nichts wird eine Teilzeitstelle angeboten. 
Sie greift direkt zu, denn es ermöglicht ihr in der Woche mehr Zeit für uns zu haben. 
Lediglich am Wochenende muss sie uns dann noch nachts längere Zeit allein lassen, denn unsere Mägen müssen ja auch gefüllt werden.

So wird es mit dem schlechten Gewissen unseres Personals besser und wir können unser Zusammensein viel besser genießen.

Im Laufe der Zeit wird aus der Teilzeitstelle eine 3/4-Stelle und irgendwann fallen die Extra-Nächte auch weg.

Heute dürfen wir manchmal mit ins Büro oder auch mal zum Kunden und ein Teil der Stelle ist Home-Office.

Im Mai 2009 sind wir 9 Jahre mit unserem Personal zusammen.

Von unseren Erlebnissen bei Ausflügen erzählen Dusty und ich dann abwechselnd. 

Eure Kim