Der verschwundene Hund



Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber manchmal dürfen wir unser Personal zur Arbeit begleiten.

Dieses Mal geht es darum auf ein großes Gelände im Hafen aufzupassen.

Das ist dort vielleicht interessant.

Am Interessantesten ist aber ein angelandeter leerer Frachter.

Zuerst laufen wir zusammen das Gelände ab und dürfen Zeitung lesen und auch mitteilen, dass wir nun hier "Streife laufen".
Ob das die Firmenkatzen beeindruckt, kann ich nicht sagen.

Jedenfalls können wir uns ab Toresschluss auf dem kompletten Gelände frei bewegen.

Ich bin doch so an dem Frachter interessiert, also suche ich nach einem Weg diesen zu erkunden.
Den Eingang finde ich und stromere durch alle Decks. 
Leider finde ich den Ausgang nicht mehr, hm.

Na gut, den Weg nach ganz oben aufs Oberdeck weiß ich noch.

Also gehe ich rauf und setze mich dort hin.

Nach einer Weile höre ich das Personal rufen.

Wozu soll ich antworten, irgendwann kommt sie eh hier vorbei, glaube ich zumindest.
Allerdings bedenke ich nicht, dass es draußen stockdunkel und dadurch das Deck kaum zu sehen ist, also für Menschenaugen.

An ihrer Stimme höre ich gut, dass sie Panik schiebt. 
Ein Grund mehr mich nicht bellend bemerkbar zu machen.
Kann mir nicht erklären warum sie schon wieder so aufgeregt ist. 
Das Gelände ist rundherum zu und ich laufe doch ...sowieso nicht weg, hm.

Habe allerdings nicht bedacht, dass der Frachter im gemauerten Hafenbecken liegt und es dort mehrere Meter steil runter ins Wasser geht und man keine Möglichkeit hat wieder heraus zu kommen (also außer über eine Leiter).

Menschen denken immer an das Schlimmste, unmöglich!

Nach über einer Stunde hat sie dann endlich geschnallt, dass ich nur noch auf dem Frachter sein kann.

Keine Ahnung was sie alles vor sich hin brummelt, aber sie zeigt mir auf jeden Fall den Weg runter vom Frachter und ich merke ihn mir gut (für meinen nächsten Ausflug).

So viel Aufregung, nur weil ich den Ausgang nicht gefunden habe *kopfschüttel*

 

Eure Kim