Friedhofsfund


 

Unser Morgenspaziergang, nach einer kalten Aprilnacht, führte uns um den Friedhof herum.

An der Straße entlang gibt es als Abgrenzung eine kleine Rosenhecke. Kim hat ganz interessiert an dieser Hecke geschnüffelt und wurde immer aufgeregter.

 

Mit einem Mal hoppste da ein kleiner hellblauer Punkt durchs Gebüsch. Das Personal hat uns absitzen lassen. Natürlich haben wir aufmerksam verfolgt was nun kam.

Jedenfalls hat das Personal versucht den blauen Punkt zu fangen, es handelte sich nämlich um einen Wellensittich. Der hoppste nun aufgeregt schnatternd auf die Straße, flog aber nicht weg. Wahrscheinlich war er einfach schon zu schlapp von der kühlen Nacht.

 

Eine nette Autofahrerin hielt ihr Fahrzeug so an, dass die Straße gesperrt war, machte die Warnblinkanlage an und schenkte unserem Personal auch noch ein Handtuch.

Damit konnte der Welli eingefangen und nach Hause getragen werden.

 

Da wir keine andere Möglichkeit hatten - in aller Hergottsfrühe -, hat das Personal den Welli zu den Nymphensittichen in die Voliere gesetzt, schnell das Futter durch ein grobes Sieb gegeben und einen extra Napf hinein gehängt.

Der kleine Kerl war so ausgehungert, dass er sich direkt in den Napf setzte und gar nicht mehr aufhören wollte zu picken.

 

Nach gut 3 Stunden hoppste er schon recht vergnügt und kritisch beäugt von den Nymphensittichen durch die Voliere.

 

Niemand hat den süßen Kerl vermisst und so durfte er bleiben. Wir gaben ihm den Namen Wanja. Er hatte die Nymphen später gut im Griff und auch mit ihnen geschnäbelt.

 

Dusty und Kim