Retriever und Vater Rhein



Wo fange ich denn nun an ..., mal überlegen ...

Okay, ich fange mit Wasser an.

Kim und ich liiiiieben Wasser und unser Personal anscheinend auch. 
Das Meer - sagt sie mit irgendwie abwesendem Blick - ist für einen Gassi-Gang zu weit weg, also fahren wir an den Rhein.

Inzwischen denken Kim und ich nicht mehr, dass sie uns wieder zurück bringt, wenn wir Auto fahren müssen, sondern erwarten einen aufregenden Abenteuer-Spaziergang.

Nach gut 30 Minuten Fahrt parkt sie das Auto.

Ich sehe kein Wasser, Kim auch nicht ?!?!
Na gut, steigen wir aus. 

Oh je, sind das viele Autos auf dem Parkplatz. 
Das gefällt mir überhaupt nicht, denn es ist auch sehr laut und ich sehe so viele Menschen.
Nein, ich will nicht, das ist mir nicht geheuer. Kim bleibt ebenfalls "zur Salzsäule erstarrt" stehen.

Hier gibt es gar keine Wiese nur ganz harten Boden, auch an den paar einzelnen Bäumen.

Unser Personal braucht ganz viel Überredungskunst bis wir ihr mit eingeklemmtem Schwanz und hängenden Ohren folgen.
Ich zittere, gaaaanz doll!
Das ist hier unheimlich.

Was macht sie denn nun?

Sie bleibt stehen und wir sollen uns setzen. 
Sie spricht mit einem Haus ?!?!

Versteh einer die Menschen.

Oh, da kommt eine Hand aus dem Haus und gibt unserem Personal etwas. 
Ganz dicht an uns laufen viele Menschen vorbei.
Seltsam ...
Jetzt ... mir weht da ein Duft in die Nase ... ich glaube Kim auch ...
Sie hat uns eine Wurst gekauft. 
Yippie, wir bekommen eine Wurst.

Lecker, noch eine bitte !

Das Personal lässt sich nicht überzeugen, verlangt nun aber als Gegenleistung, dass wir weiter an dieser unheimlichen Straße lang laufen.
Na gut, vielleicht kommt ja noch so ein Haus mit Würstchen ... 
Wir folgen also immer noch mit eingeklemmtem Schwanz und zitternd.

Jetzt muss ich mal, aber wohin?

Nirgends ein bisschen Grün ...
Das Personal scheint dies nicht zu bemerken und steigert noch das Lauftempo.
Um eine Ecke und noch eine und ... ooooh

Wiese und Wasser und warm und ...

Die Leinen kommen ab und es gibt das Kommando "lauf".

Das lassen Kim und ich uns nicht zwei mal sagen ...
Die Pfoten berühren gar nicht mehr den Boden, wir sausen ins Wasser.
Herrlich!
Darüber habe ich doch tatsächlich vergessen, dass ich vorhin ein Problem hatte.
Das löse ich später auch noch.

Wir bleiben gaaaanz lange, schwimmen, schnüffeln, stöbern, treffen neue Freunde und legen eine Pause ein. Darüber vergessen wir ganz, dass unser Auto zwischen vielen Häusern und bei vielen Menschen steht.

Der Rückweg zum Auto klappt dann schon viel besser.

Nach diesem anstrengenden Tag wollen Kim und ich nur noch schlafen.

Gott sei Dank müssen wir nicht fahren und können schon eine Runde schnarchen.

Bis zum nächsten Erlebnis

Dusty