Der Feind


Ein Gewittertag und ich lasse das Personal nicht aus den Augen. Das Personal meint, es regnet heute Hunde und Katzen.

Öhm, na ja, da habe ich nix von gesehen, aber es donnert und blitzt.

 

Jedenfalls war sie im Schlafzimmer und hat mit Maleika geknuddelt.

 

Hey, hier ... ich will auch, drängel und schubs ...

 

Das Personal hat mich zur Seite geschoben, sich quer aufs Bett gelegt und weiter mit Maleika geknuddelt.

Ha, nicht mit mir und schwupps saß ich auch auf dem Bett.


Das Personal hat mir den Rücken zu gedreht und mich einfach nicht beachtet.

 

Ich versuche also herum zu kaspern und weiter auf mich aufmerksam zu machen und dann ... steht da doch mit einem Mal ein fremder beiger großer stattlicher Rüde im Schlafzimmer, in meinem Schlafzimmer!

 

Das Personal hört in ihrem Rücken erst ein tiefes Grummeln, dann belle ich los.

Stocksteif stehe ich auf dem Bett, die Rute in die Höhe, Nackenhaare gesträubt und ein tiefes Grollen in der Kehle, aber mein Gegenüber gibt immer Antwort und lässt sich nicht abwimmeln.

 

Da fängt das Personal doch an zu lachen und kann gar nicht wieder aufhören.

 

Aber Vito, da ist doch gar kein Feind, das bist doch Du!

 

Na ja, ich habe mir dann erklären lassen, dass da im Schrank kein Feind sitzt. Es handelt sich um einen Spiegel in dem ich mich selbst gesehen habe. So richtig glauben mag ich das aber noch nicht, zwischendurch gehe ich immer mal ganz vorsichtig nachschauen.

 

Euer


Vito,

der keinen Rüden neben sich haben möchte