Dusty's Abreise


Vor einigen Wochen entstand aus einem kleinen (vermeintlichen) Fettknubbel über Nacht ein Analdrüsentumor, der in kürzester Zeit aufbrach.

Ich verlor viel Blut und eine Operation kam aufgrund meiner Vorgeschichte und meines Alters nicht mehr in Frage.

 

Das Personal und unsere Tierärztin haben nichts unversucht gelassen den Tumor zu schließen und das Wachstum zu stoppen.

Tapfer habe ich Antibiotika geschluckt, Hormonspritzen ertragen, verdünntes Spinnengift und Cortison erduldet.

Geholfen hat es leider nichts, der blöde Tumor wollte sich nicht eindämmen lassen.

 

Gestern, als das Personal aus dem Büro kam, war er wieder aufgeplatzt.

Hatte ich ein schlechtes Gewissen - überall Blut und ich lag mittendrin.

Sie hat aber überhaupt nicht geschimpft, sondern mich fein gesäubert und dann sind wir erst mal Gassi gegangen. Der Rest sagte sie, sei nicht so wichtig.

 

Die ganze Nacht habe ich stille Zwiesprache mit dem Personal gehalten.

Heute Vormittag sind wir noch mal eine sehr interessante Runde gelaufen - ähm, getrödelt -, aber ich war sehr schlapp und hatte ganz weiße Bindehäute.

Sury und Elias waren sehr rücksichtsvoll und haben mich nicht gedrängelt.

 

Meinen Napf und das Lecker habe ich danach aber noch verschlungen.

 

Dann erhielt ich eine gaaaaanz lange Massage und wurde vorsichtig und ordentlich gekämmt.

Das Personal meinte ich könne schließlich nicht ungepflegt auf die Reise gehen.

 

Gegen 16:00 Uhr wurde unsere Tierärztin informiert, dass wir zum Ende der Sprechstunde vorbei kommen.

Das Personal sagte: Wir wollen bitte als letzte dran kommen, da ich Dusty in Ruhe gehen lassen möchte.

 

So bin ich heute, am 13.10.2010 um 18:38 Uhr meiner Kim über die Regenbogenbrücke gefolgt.

 

Ich habe das Personal gebeten auch meinen frei werdenden Platz wieder neu zu besetzen.

Sie kann sich im Moment nicht dazu entschließen wieder einen neuen "eigenen" Hund aufzunehmen, wohl aber einen weiteren Pflegehund.

 

Das ist zwar nicht ganz das, was ich einem Kumpel wünsche, aber schon mal ein Anfang.

 

Sooo, jetzt muss ich aber auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke nach meiner Kim suchen.

 

Passt schön auf Eure Vierbeiner auf!

 

Euer Dusty,

der jetzt wieder mit seiner Kim kuscheln kann.