Dusty's Sicht der Dinge


In letzter Zeit hatte ich überhaupt keine Lust dem Personal etwas zu diktieren.

Zu viel ist passiert - entschuldigt bitte die lange Schreibpause!

 

Meine Kim ist schon im Regenbogenland und hat mich hier allein zurück gelassen.

Mit dem Personal zusammen und unserer Tierärztin habe ich sie bis an den Anfang der Regenbogenbrücke begleitet.

Rüber ging sie allein, wir sehen uns bestimmt bald wieder ...

 

Kim und ich haben mit dem Personal besprochen, dass im eingetretenen Fall der jeweils übrig bleibende Partner eine/n neue/n Partner/in erhalten soll.

Ich habe mich daran erinnert und gemeinsam mit Maleika überwacht, dass das Personal sich an die Abmachung hält.

 

Eine laaaaange Woche nach Kims Abreise bin ich mit dem Personal unserer auserwählten Kandidatin ein Stück entgegen gefahren.

Die Vorfreude und Aufregung hat mich ein wenig von der Trauer abgelenkt.

 

Dann ist es so weit - vor uns stehen zwei fremde Personen mit zwei fremden Hunden.

Also, die rechte könnte mir gefallen ... ist das unsere Sury?

Ja Dusty, das ist Sury und ich hoffe ihr werdet euch vertragen.

Hm, die beachtet mich ja gar nicht ... hey, Du wer biste denn?

Ein kurzer Seitenblick streift mich und sagt mir: Ich habe gerade keine Zeit dich zu begrüßen, muss das Brötchen im Auge behalten.

Oh, jetzt sehe ich das Brötchen auch, dann setze ich mich erwartungsvoll dazu.

Nach Rücksprache mit meinem Personal gibt es für mich auch eine Ecke vom Brötchen.

 

Danach wechseln irgendwelche Papiere und Sury's Leine von den fremden Menschen zu meinem Personal und schwupps gehen wir spazieren.

Ich darf ohne Leine laufen und kann meine neue Freundin nun von allen Seiten betrachten und ihr meine Schokoladenseite zeigen.

Es dauert nur kurze Zeit und wir sind uns einig, dass wir es miteinander versuchen wollen.

 

Zunächst bin ich etwas konsterniert, denn Sury verwechselt das Schlafzimmer mit dem Gassigang *grübel*

Auch sonst ist sie ziemlich wild für ein 10jährige Omi - eher ein flotter Feger. Na mal sehen, wie sich das entwickelt.

 

Allein mit ihr zu Hause bleiben will ich aber nicht mehr! Dann lieber ganz allein.

Sie singt völlig falsche Töne und wird immer lauter - nö, das mache ich nicht mit.


Das Personal versteht mich und nimmt die "Heulboje" nun mit wenn sie arbeiten muss.

 

Sonst klappt es aber wirklich gut mit uns beiden.

Wir schlafen gemeinsam - auch zu dritt mit Maleika, können gemeinschaftlich herzerweichend lungern - leider prallt das meistens am Personal ab und kommen gut miteinander klar.

 

Bis demnächst

Euer Dusty

 

 

Bild: Dusty, Hund, Golden Retriever
So ganz der Alte bin ich noch nicht wieder ...