Der Bauer


 

Veny, Elias und ich gehen über den Feldweg und lesen unsere Zeitungen. Die Feldränder sind teilweise so hoch bewachsen, dass wir nur den Weg sehen können und nicht das Feld.

 

Die Gabelung am zweiten Querweg gibt den Blick frei auf ein Zuckerrübenfeld. Die Rüben sind noch ganz klein und wir haben freie Sicht, also ich zuerst, weil die anderen so trödeln.

 

Was sehen meine trüben Augen?

Da steht Jemand mitten in UNSEREM Feld. Das Personal sagt immer wir dürfen nicht IN das Feld immer nur an den Rand.

Also so geht das nicht, ich aktiviere meine dunkle Stimme, setze mich mit Raketenantrieb in Bewegung und will DEN DA verjagen.

Elias und Veny sind direkt hinterher und so haben wir DEM DA gemeinsam erzählt, dass er auf dem Feld nix zu suchen hat.

 

Was soll ich Euch sagen DER DA hat sich nicht beirren lassen, nur mal kurz auf geschaut und ist einfach stehen geblieben.

 

Zunächst musste das Personal grinsen, ob unserer Vollbremsung und verdutzten Gesichter. Dann kam ihre grollende Stimme bzw. für mich das unmissverständliche Zeichen, dass ich soooofooort zu kommen habe (oh weh, wir haben doch gar nichts verbrochen) und wir sind dann ganz unschuldig und mit hängenden Ohren zum Personal.

 

Das Personal war stinkig, nicht mal weil wir gebellt haben, sondern weil unsere Ohren auf Durchzug waren (ich kann nicht gemeint sein, ich höre ja tatsächlich nichts *grins*).

 

Jedenfalls hat sie uns erklärt das DER DA der Bauer ist, ihm das Feld gehört und er da auch drauf darf.

 

DAS können wir ja nun nicht wissen!

 

Wir kamen kurz an die Leine und das Personal hat sich für unser Verhalten entschuldigt und sich bedankt, dass er so ruhig geblieben ist.

Es entwickelte sich noch ein nettes Gespräch zwischen dem Bauern und dem Personal.

 

Allerdings muss ich nun immer reichlich vorher an die Leine, wenn auf dem Feld gearbeitet wird *grummel*

 

Eure Sury

 

 

Bild: Hund, Dackel-Retriever-Mix, Hund läuft auf Feldweg